Varroa II

Ursprünglich veröffentlicht im September 2018

Wir möchten in diesem Jahr vermehrt Werbung auf lokaler Ebene für unseren Verein machen. Der folgende Text sowie weitere dieser Reihe erscheinen/erschienen im Amtsblatt der Gemeinde Beckingen.

Diagnoseboden

Im Juli sollte man den Befall der Bienenvölker mit der Varroamilbe sehr genau beobachten. Das Brutnest geht zurück, aber die Varroapopulation steigt, was dem Volk ab einem gewissen Grad schwer zusetzen kann. Die Imkerin muss eingreifen. Doch wie wird der Befall eines Volkes bestimmt? Es gibt mehrere Methoden mit denen man den Milbenbefall feststellen kann. Hier vorgestellt werden soll die gängigste Methode: Die Gemülldiagnose misst den natürlichen Milbenfall im Volk. Heutige Beuten haben meist alle einen Gitterboden, durch den Wachsreste oder eben auch Varroamilben durchfallen. Zusätzlich sorgt er für eine bessere Belüftung des Bienenstocks. Will man die Milbenbelastung feststellen wird ein weißer Diagnosebodenin eine Schiene unter dem Gitterboden gelegt. Nach drei oder mehr Tagen wird dieser wieder herausgezogen und man zählt die dort liegenden braunen adulten Milben. Die Anzahl wird durch die Tage geteilt, in denen der Boden eingeschoben wurde und man hat den ungefähren Befall pro Tag. Fallen weniger als fünf Milben pro Tag ist eine direkte Behandlung noch nicht erforderlich. Bei mehr als fünf Milben sollte die Behandlung alsbald beginnen und bei über zehn muss unverzüglich eine Behandlung erfolgen. Generell darf um diese Jahreszeit die Entwicklung der Varroapopulation nicht unterschätzt werden. Selbst ein Volk in dem weniger als eine Milbe pro Tag fällt kann zwei Wochen später stark belastet sein.

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