Schwarmsaison Teil 5

Ursprünglich veröffentlicht im Juni 2018

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Schwarm beim Einlaufen in eine neue Beute

Hat man einen Schwarm gefangen, muss dieser in eine neue Beute einziehen. Zunächst kann man ihn jedoch in „Kellerhaft“ nehmen. Die Schwarmkiste mitsamt Bienen über Nacht in einen dunklen Raum gestellt, damit der Honigvorrat aufgezehrt wird. Dies hat zwei Gründe: Einerseits verringert man die Gefahr, dass die Bienen aus der neuen Behausung noch einmal ausziehen. Ist der Honigvorrat aufgebraucht, wird ein erneutes Schwärmen zu riskant. Andererseits beugt man einem Faulbrutausbruch vor. Diese Krankheit wird durch Sporen im Honig ausgelöst und trifft v.a. schwache Bienenvölker. Auch dies ist bei einem Schwarm sehr unwahrscheinlich. Nur gesunde Völker schwärmen.

Beim Einschlagen wird der Schwarm von oben in die geöffnete Beute mit einem Schlag auf die Schwarmkiste gebracht. Die Königin fliegt so nicht versehentlich davon. Beim Einlaufen schlägt man die Bienen auf ein Brett, das vom Boden zum Flugloch führt. Die Bienen glauben, sie hätten sich selbst für die neue Behausung entschieden. Außerdem werden tote Bienen nicht noch in die Beute geschleppt, was ebenfalls für eine Seuchenprävention spricht.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen unserer Schwarmfänger an.

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