Varroa I

Ursprünglich veröffentlicht im August 2018

Wir möchten in diesem Jahr vermehrt Werbung auf lokaler Ebene für unseren Verein machen. Der folgende Text sowie weitere dieser Reihe erscheinen/erschienen im Amtsblatt der Gemeinde Beckingen.

Im Juli sollte man den Befall der Bienenvölker mit der Varroamilbe sehr genau beobachten. Das Brutnest geht zurück, aber die Varroapopulation steigt, was dem Volk ab einem gewissen Grad schwer zusetzen kann. Die Imkerin muss eingreifen. Doch woher stammt diese Milbe und was richtet sie bei den Bienen an?

Die Varroa stammt ursprünglich aus Südostasien und befällt dort die heimische Honigbienenart Apis cerana, die sich an diesen Parasiten angepasst hat. Ende der 60er Jahre wurde die Milbe in Europa eingeschleppt und verbreitete sich ab Ende der 70er Jahre auch in Deutschland. Mittlerweile ist sie in der ganzen Welt verbreitet, selbst auf dem bis vor kurzem als varroafrei geltenden Kontinent Australien gab es mittlerweile Sichtungen.

Die Varroa leben in den Brutzellen des Bienenstocks und vermehren sich dort. Sie ernähren sich vom Blut der Larven und Puppen. Die Weibchen sitzen auch auf den älteren Bienen und durchstechen dort den Chitinpanzer, um Blut zu saugen. Larven und Puppen werden vor allem bei Ausbildung des Immunsystems geschwächt. Bei den erwachsenen Bienen können Krankheitserreger über die offenen Wunden eindringen. Dadurch vermehrt sich die Zahl von Bienen, die mit deformierten Flügeln zur Welt kommen oder an anderen Krankheiten eingehen. Eine gewisse Anzahl solch geschädigter Bienen kann das Volk kompensieren, wenn die Varroapopulation jedoch überhandnimmt, kann es zu spät sein. Die Imkerin muss den Befallsgrad im Auge behalten und zum richtigen Zeitpunkt behandeln.

Gefährliche Ratschläge (bitte teilen)

Ursprünglich veröffentlicht am 9.08.18

Aktuell geistert der unten stehende Beitrag durch die sozialen Netzwerke und Chatgruppen. So gut gemeint der Ratschlag auch ist, so gefährlich ist er auch. Je nach Aufstellungsort und Situation kann diese „Bienentränke“ Räuberei zwischen Bienenvölkern auslösen. Schlimmer noch ist der Vorschlag Honig in diesen Höllensud zu kippen! Insbesondere Importhonig ist mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Sporen der Amerikanischen Faulbrut belastet. Die Ansteckungsgefahr bei Bienenvölkern ist unwahrscheinlich hoch und der Ausbruch muss beim Veterinäramt angezeigt werden. Die Folge sind Sperrzonen, in denen die Bienenvölker unter besonderer Beobachtung stehen. Die Sanierung von befallenen Völkern ist sehr aufwändig und im schlimmsten Fall muss das gesamte Volk durch Schwefelstreifen abgetötet und die Stöcke verbrannt werden.

Wer wirklich etwas für Honig- und Wildbienen in dieser Jahreszeit tun möchte, der möge seinen Rasen oder gar Steingarten in eine Blumenwiese verwandeln oder einen Bienenbaum sowie andere Spätblüher pflanzen.

Unsinn

Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule zu Gast beim Bienenzuchtverein 1907 Düppenweiler e.V.

Ursprünglich veröffentlicht am 01.07.18

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Im Zuge der Projekttage zu Nachhaltigkeit an der SSG Dillingen, entschloss sich eine Projektgruppe über Honigbienen und ihre Verwandten zu informieren. Die buntgemischte Gruppe mit SchülerInnen aus den Klassenstufen 5 bis 10 ging gemeinsam mit einem Mitglied des BZVs Düppenweiler den im letzten Jahr errichteten Bienenlehrpfad ab. Am Lehrbienenstand wartete auch schon der Höhepunkt der Führung auf die SchülerInnen: unser neues Schauvolk. Gemeinsam wurde an den Bienen der Unterschied zwischen Arbeiterinnen und Drohnen anschaulich erklärt und auch ihre Majestät wurde mithilfe zahlreicher aufmerksamer Augenpaare schnell gefunden. Am Schauvolk konnte ebenso deutlich die Arbeit eines gefangenen Bienenschwarms erklärt werden, der seine neue Behausung erst noch einrichten muss. Ein weiterer Höhepunkt war die im Anschluss stattfindende Honigverkostung, wobei der „Honigkaugummi“ (noch in der Wabe befindlicher Honig, der mit dem Wachs gekaut wird) eine weitere Besonderheit war. Nach gut 3 Stunden Wanderung und Einblicken in das Leben im Bienenstock ging es mit wissensgefülltem Kopf und honiggefülltem Bauch zurück zur Schule.

Der BZV Düppenweiler möchte sein umweltpädagogisches Angebot in Zukunft auch in Zusammenarbeit mit dem NABU-Beckingen weiter ausbauen und lädt alle Kita- und Schulklassen sowie Interessierte jeden Alters herzlich dazu ein, mehr über die Welt der Honigbienen und anderer Insekten zu erfahren.

In eigener Sache – Bienen am Lehrbienenstand

Ursprünglich veröffentlicht am 01.07.18

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Nachdem unser Schauvolk am Lehrbienenstand den Winter 2015/16 leider nicht überlebt hat, fehlte das wohlvertraute Summen weit über ein Jahr. Die Stille wurde nur von den zeitweise dort aufgestellten Ablegervölkern der Mitglieder unterbrochen. Seit fast drei Wochen hat dort ein Schwarm seine neue Heimat gefunden und baut die neue Behausung fleißig aus. Zukünftig können also wieder grundlegendere Einblicke in das Leben der Honigbienen gewährt werden.

Schwarmsaison Teil 6

Ursprünglich veröffentlicht im Juni 2018

BK NW

Brutnest (rot eingekreist) und Honigvorrat

Am 21. Juni findet die Sommersonnenwende statt. Danach werden die Tage wieder kürzer und im Bienenvolk bereitet man sich langsam schon auf den Winter vor. Das Datum ist ein wichtiger Stichtag für ImkerInnen und Bienen. Das Brutnest geht zurück und aller spätestens jetzt sollte der Varroa-Befall regelmäßig überprüft werden. In der Regel nimmt mit diesem Datum auch die Schwarmsaison ein Ende. Allerdings können auch im Juli noch Schwärme fallen, die es dann aber schwierig haben sich ausreichend auf den Winter vorzubereiten. Hier müssen Imkerinnen direkt für einen ausreichenden Futterstrom sorgen. Durch den frühen Start der Tracht in diesem Jahr kommt es sehr wahrscheinlich bald zu einer Trachtlücke für die Bienenvölker. Sobald Himbeere, Kastanie und Sommerlinde langsam verblüht sind, kommen fast nur noch Wiesenblumen zur Überbrückung in Frage. Hier sind alle Bienenfreundinnen und -freunde gefragt ihre Gärten so zu gestalten, dass die Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und sonstige Bestäuber ein Bett im Kornfeld finden.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen unserer Schwarmfänger an.

Schwarmsaison Teil 5

Ursprünglich veröffentlicht im Juni 2018

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Schwarm beim Einlaufen in eine neue Beute

Hat man einen Schwarm gefangen, muss dieser in eine neue Beute einziehen. Zunächst kann man ihn jedoch in „Kellerhaft“ nehmen. Die Schwarmkiste mitsamt Bienen über Nacht in einen dunklen Raum gestellt, damit der Honigvorrat aufgezehrt wird. Dies hat zwei Gründe: Einerseits verringert man die Gefahr, dass die Bienen aus der neuen Behausung noch einmal ausziehen. Ist der Honigvorrat aufgebraucht, wird ein erneutes Schwärmen zu riskant. Andererseits beugt man einem Faulbrutausbruch vor. Diese Krankheit wird durch Sporen im Honig ausgelöst und trifft v.a. schwache Bienenvölker. Auch dies ist bei einem Schwarm sehr unwahrscheinlich. Nur gesunde Völker schwärmen.

Beim Einschlagen wird der Schwarm von oben in die geöffnete Beute mit einem Schlag auf die Schwarmkiste gebracht. Die Königin fliegt so nicht versehentlich davon. Beim Einlaufen schlägt man die Bienen auf ein Brett, das vom Boden zum Flugloch führt. Die Bienen glauben, sie hätten sich selbst für die neue Behausung entschieden. Außerdem werden tote Bienen nicht noch in die Beute geschleppt, was ebenfalls für eine Seuchenprävention spricht.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen unserer Schwarmfänger an.

Schwarmsaison Teil 4 – Schwarmimkerei

Ursprünglich veröffentlicht im Mai 2018

Wer den Schwarmtrieb zulassen möchte und seine Völker dadurch vermehrt, kann dies nicht einfach so geschehen lassen. Ein paar Dinge müssen beachtet werden. Ab Ende April sollte einmal pro Woche kontrolliert werden, ob die Bienen im Wabenwerk schon sog. Spielnäpfchen anlegen. Dies sind größere Brutzellen, in denen Eier zu Königinnen herangezogen werden. Sollten diese zu sehen sein, muss man regelmäßig kontrollieren wann eine der Zellen mit einem Ei bestiftet wurde. Mithilfe des Merkspruchs „3, 5, 8: Die Königin ist gemacht.“ kann man relativ genau abschätzen wann ein Schwarm ausfliegt. Das Ei in der Königinnenzelle bleibt 3 Tage Ei, 5 Tage Larve und wird dann verdeckelt, um nach weiteren 8 Tagen zu schlüpfen.

Kurz vor dem Schlupf zieht der Schwarm aus. Dann sollte man sich bereithalten. Für den Fall, dass man zeitlich verhindert ist, lohnt es sich Kontaktdaten an Nachbarn weiterzugeben. Beim Schwarmfang sollte man kein unnötiges Risiko eingehen. Ist der Schwarm unzugänglich, kann man versuchen ihn durch aufgestellte Schwarmfangkisten zu locken.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen „unserer Schwarmfänger“ an.

Schwarmsaison Teil 3 – Schwarmverhinderung

Ursprünglich veröffentlicht im Mai 2018

Wir möchten in diesem Jahr vermehrt Werbung auf lokaler Ebene für unseren Verein machen. Der folgende Text sowie weitere dieser Reihe erscheinen/erschienen im Amtsblatt der Gemeinde Beckingen.

Um Schwärme zu verhindern können einige Methoden angewandt werden. Eine Garantie, dass kein Schwarm auszieht gibt es jedoch nicht. Die erste Maßnahme ist es den Bienen rechtzeitig genügend Platz zu geben, also bspw. bei Magazinbeuten eine Zarge auf- oder unterzusetzen. Dies allein verhindert selten einen Schwarm, man erkauft sich lediglich Zeit.

Eine aktivere Maßnahme stellt die Entnahme der Flug- und/oder Ammenbienen dar. Da Flugbienen sich die Umgebung eingeprägt haben, fliegen sie immer zum Standort der Beute zurück, egal ob das eigentliche Volk noch dort steht oder nicht. Also wird das potentiell schwärmende Volk umgestellt und an den alten Platz ein Ableger oder schwächeres Volk gesetzt. Die Flugbienen bereichern nun den Ableger. Die Ammenbienen werden gleich mitsamt Brutwaben zwecks Ablegerbildung in einen neuen Kasten gehängt. Beide Methoden haben zur Folge, dass dem Bienenvolk nun ein erheblicher Teil von Individuen fehlt, um sich gefahrlos zu teilen und zu schwärmen.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen „unserer Schwarmfänger“ an.

Schwarmsaison Teil 2 – Pro & Contra Schwärmen

Ursprünglich veröffentlicht am 01.05.18

Wir möchten in diesem Jahr vermehrt Werbung auf lokaler Ebene für unseren Verein machen. Der folgende Text sowie weitere dieser Reihe erscheinen/erschienen im Amtsblatt der Gemeinde Beckingen.

Weiselzelle 2 Magazin Garten

Wenn solche sog. Weiselzellen zu sehen sind, zieht bald ein Schwarm aus.

Die Vermehrung von Bienenvölkern durch Schwärme gilt als nicht mehr zeitgemäß. Die Ablegerbildung gilt als das bevorzugte Mittel. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit, denn wie immer hat sowohl das Zulassen als auch das Verhindern von Schwärmen Vor- und Nachteile.
Pro-Schwärme: Der Schwarmtrieb hat eine reinigende Funktion im Bienenvolk. Nur gesunde Völker schwärmen und zudem wird durch eine natürliche Brutpause im Volk die Zahl der Brutparasiten (Varroa) vermindert. Weitere Eingriffe des Imkers zu deren Dezimierung in der Trachtzeit, wie bspw. das Drohnenbrutschneiden, sind nicht mehr notwendig.
Contra-Schwärme: Der Schwarmtrieb muss begleitet werden, sodass abgeschätzt werden kann wann der Schwarm auszieht. Ihn einfach ausziehen zu lassen ist gegenüber den Bienen und anderen Imkern unverantwortlich. Wenn er schwärmt muss man die Zeit haben ihn zu sichten und schließlich einzufangen, hier hilft es Nachbarn zu informieren. Zuletzt wird durch die Teilung des Volkes die Frühjahrsernte geschmälert.
Welchen Weg man verfolgt hängt von den eigenen Vorstellungen und der Betriebsweise ab.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen „unserer Schwarmfänger“ an (s. Online-Ausgabe des Beckinger Amtsblattes).

Schwarmsaison Teil 1 – Schwarmtrieb

Ursprünglich veröffentlicht am 25.04.18

Wir möchten in diesem Jahr vermehrt Werbung auf lokaler Ebene für unseren Verein machen. Der folgende Text sowie weitere dieser Reihe erscheinen/erschienen im Amtsblatt der Gemeinde Beckingen.

Kleiner Bienenschwarm

Schwarmtraube an einem Ast

Die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage unterstützen die anhaltende Expansion des Bienenvolkes und das frühjährliche Trachtangebot tut das übrige. Der Bautrieb der Bienen beginnt, das Wabenwerk wird mit Wachs erweitert, welches sie aus Wachsdrüsen ausschwitzen. Die ersten männl. Bienen (Drohnen) schlüpfen. Der Platz im Stock wird eng und die Bienen bereiten sich auf die Vermehrung des Volkes vor, indem neue Königinnen nachgezogen werden. Kurz vor deren Schlüpfen wird die alte Majestät auf Diät gesetzt, sodass sie wieder zu fliegen in der Lage ist. Ein Teil des Volkes saugt Honig für 3 Tage auf und zieht in einem beeindruckenden Spektakel mitsamt der alten Königin aus. Solche Schwärme lassen sich zumeist unweit der alten Behausung in Kugelform nieder, um nach einer neuen Unterkunft zu suchen. Diese sog. Schwarmtrauben können bereits Ende April zu sehen sein, treten aber meist ab Mai auf. Wilde Bienenvölker haben heute aufgrund von Wohnungsnot und Parasiten nur sehr geringe Überlebenschancen. Die wenigsten können sich anpassen.

Wenn Sie einen Schwarm sehen, keine Panik! Eine im Baum hängende Bienentraube hat kein Nest zu verteidigen, sodass die mitgezogenen Bienen kaum eine Stechgefahr darstellen. Kontaktieren Sie einen Imker, der den Schwarm einfängt. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Landesverbandes saarl. Imker oder rufen Sie einen „unserer Schwarmfänger“ an (s. Online-Ausgabe des Beckinger Amtsblattes).